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    Raynaud-Syndrom

  • Das Raynaud-Syndrom ist nach seinem Entdecker, dem französischen Arzt M. Raynaud, benannt. Umgangssprachlich ist es auch als „Weißfingerkrankheit“ bekannt.

    Raynaud-Syndrom

    Mit Raynaud-Syndrom bezeichnet man eine Gefäßerkrankung, von der die Finger und manchmal auch die Zehen betroffen sind. Hierbei kommt es zu sogenannten Vasospasmen: Die Blutgefäße in den Fingern und Zehen ziehen sich krampfartig zusammen – die Durchblutung der betroffenen Areale wird eingeschränkt. Als Folge davon färben sich die entsprechenden Finger oder Zehen weiß. Bedingt durch den anschließenden Sauerstoffmangel der Gefäße nehmen die Finger danach eine blaue Farbe an. Genauso plötzlich wie die Gefäße sich verengen, erweitern sie sich wieder und das Blut schießt hinein – die Finger werden rot und heiß und fangen an, stark zu schmerzen. Dieser typische Farbverlauf wird – in Anlehnung an die französische Flagge – als „Trikolore-Phänomen“ bezeichnet.

  • Es gibt zwei Formen des Raynaud-Syndroms: das Raynaud-Syndrom ohne Grunderkrankung und das als Folge einer bestehenden Grunderkrankung auftretende Raynaud-Syndrom.

    Raynaud-Syndrom

    Raynaud-Syndrom ohne Grunderkrankung

    Das Raynaud-Syndrom kann ohne erkennbare Grunderkrankung auftreten, normalerweise zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Ungefähr 5 % bis 12 % der Bevölkerung leiden an dieser Form, dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Meistens zeigen sich die Symptome dabei in einer leichten Form, sind von kurzer Dauer und vergehen von selbst wieder. Natürlich werden die Anzeichen als lästig empfunden, eine Einschränkung der Handfunktion ist aber eher selten damit verbunden.

    Raynaud-Syndrom mit Grunderkrankung

    Das Raynaud-Phänomen kann aber auch als Folgeerscheinung bei unterschiedlichen Grunderkrankungen auftreten, zum Beispiel bei vielen Autoimmunerkrankungen. Besonders im Verlauf einer systemischen Sklerose leiden sehr viele Patienten am Raynaud-Phänomen, schätzungsweise sind es 96 %. Oft können sich hier dann auch chronische Schmerzen und Gewebeschäden entwickeln.

    Was tun?

    In den meisten Fällen handelt es sich beim Raynaud-Syndrom um ein relativ harmloses Phänomen, welches für die Betroffenen keine großen Einschränkungen im Alltag mit sich bringt. Dabei tritt das Raynaud-Syndrom meistens in der kalten Jahreszeit und eher selten auf. Trotzdem ist es ratsam, auch bei einem leichten Raynaud-Syndrom einen Rheumatologen oder Angiologen aufzusuchen, um eine zugrunde liegende Erkrankung auszuschließen. Eine Therapie ist meistens nicht nötig, es helfen schon kleine Dinge, auf die zu achten ist, um Raynaud-Anfälle zu vermeiden (zum Beispiel Kälte meiden oder Entspannungstechniken). Bei sehr schweren Fällen eines Raynaud-Syndroms kann Abhilfe durch gefäßerweiternde Substanzen geschaffen werden, etwa durch durchblutungsfördernde Salben.


    primäresRaynaud-Syndrom

    sekundäres Raynaud-Syndrom

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