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    Diagnostik

  • Wie wird die systemische Sklerose diagnostiziert? Keine leichte Sache, denn im Anfangsstadium ist oft kein klares Krankheitsbild zu erkennen.

    Raynaud-Syndrom

    Häufig haben betroffene Patienten bereits eine wahre Odyssee hinter sich, bevor die Erkrankung erkannt wird. Verschiedene Organe können auf unterschiedliche Weise betroffen sein und es existieren meist wenig typische Erkennungsmerkmale für eine verlässliche Diagnose. Außerdem ist die systemische Sklerose eine seltene Krankheit, an die – selbst, wenn es Hinweise gibt – oft nicht sofort gedacht wird. Häufige Diagnosen sind Durchblutungsstörungen oder Gelenkbeschwerden.

    Doch diese Erkrankungen sind in der Regel nicht mit den für die systemische Sklerose typischen Gefäßveränderungen verbunden. Dabei ist eine möglichst frühzeitige Erkennung wichtig, damit eine angemessene Therapie angesetzt und ein Übergang auf andere Organe vermieden oder zumindest verlangsamt werden kann. Bei einem Verdacht auf eine systemische Sklerose sollte immer ein Experte, zum Beispiel ein Rheumatologe oder ein auf SSc spezialisierter Dermatologe, hinzugezogen werden.

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    Geschwollene Finger

    Erste Anzeichen

    Raynaud-Syndrom

    Frühe Anzeichen der Erkrankung sind Veränderungen in der Farbe der Finger und Zehen, zum Beispiel bei Temperaturschwankungen von warm zu kalt (Raynaud-Syndrom).

    Geschwollene Finger

    Geschwollene Finger und Gelenkschmerzen können früh in der Erkrankung auftreten und sind ein Warnhinweis, dass auch innere Organe betroffen sein könnten.

    Frühzeitige Diagnostik beim Verdacht auf systemische Sklerose

    Antikörpernachweis

    Bei der systemischen Sklerose handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Sie kann mit bestimmten – sogenannten antinukleären – Antikörpern (ANA) nachgewiesen werden. Auf diese Weise kann auch eine Vorhersage über den Verlauf der Krankheit (Prognose) gemacht werden. Einzelne Antikörper-Subtypen entsprechen oft bestimmten Krankheitsbildern. Wahrscheinlich tauchen antinukleäre Antikörper schon vor Ausbruch der Krankheit auf. Eine frühe Diagnose mit dem Nachweis bestimmter Antikörper ist für die Therapieentscheidung von hoher Bedeutung. Bei etwa 90 % der Patienten mit systemischer Sklerose gelingt der Nachweis antinukleärer Antikörper bei einer bestimmten Untersuchungsmethode, der sogenannten Immunfluoreszenz. Die Höhe der Antikörper-Titer sagt jedoch nichts über den Schweregrad der Erkrankung aus und beweist diese nicht.

    • Die Beurteilung der Durchblutung der kleinsten Gefäße, also der Mikrozirkulation, gelingt mit üblicherweise verwendeten Untersuchungsgeräten (Ultraschall-Doppler, Duplexsonografie, Oszillografie) nur unzureichend. Andere Verfahren zur Beurteilung der Mikrozirkulation haben in den letzten Jahren ihren Platz in der Diagnostik gefunden.

      Kapillarmikroskopie

      Bei der Kapillarmikroskopie wird durch eine lichtmikroskopische Einrichtung der Aufbau und der Blutdurchfluss der Kapillaren betrachtet und beurteilt. Dazu eignet sich besonders der Nagelfalz bzw. das Nagelhäutchen der Finger (aber auch der Füße), denn hier sind die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) in ihrer gesamten Struktur erkennbar. So können organische Kapillarschädigungen oder -erkrankungen erkannt werden. Über den Aufbau, die Anzahl und den Blutfluss dieser kleinsten Gefäße lassen sich Aussagen über Störungen der Mikrozirkulation und eine daraus folgende Schädigung treffen. Auch der Schweregrad einer Hautdurchblutungsstörung ist mit dieser Methode erkennbar und macht es möglich, das Risiko und die Prognose von Hautschädigungen abzuschätzen.

    • Beim sogenannten Blutperfusionsimaging (laser doppler perfusion) wird die Durchblutung über eine größere Fläche gemessen, also zum Beispiel über die ganze Hand. Je nach Durchblutung werden die unterschiedlichen Flächen dann farbig dargestellt, also etwa rot für gut durchblutete und blau für schlecht durchblutete Bereiche.

      Thermisches Bild Hand
  • Im Verlauf der systemischen Sklerose ist es sehr wichtig, in regelmäßigen Abständen Untersuchungen durchführen zu lassen, um die bestmöglichste Therapie zu erhalten.

    Systemische Sklerose – was nun?

    Bei Verdacht auf systemische Sklerose oder bei der Diagnose der Erkrankung sollten betroffene Patienten sich auf jeden Fall einen Spezialisten suchen. Ein internistischer Rheumatologe (spezialisiert auf entzündliche bzw. Autoimmunerkrankungen) oder ein Dermatologe (spezialisiert auf Hauterkrankungen) können hier am besten helfen. Der Spezialist kennt sich mit den Formen der systemischen Sklerose gut aus und kann individuell beraten und den Verlauf der Krankheit kontrollieren. Es empfiehlt sich, alle drei Monate den Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Zur Sicherheit sollte auch einmal jährlich eine Kontrolle beim Lungen- und Herzarzt erfolgen, um zu prüfen, ob die Lunge und das Herz in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Dies sollten Sie allerdings nach Bedarf zusammen mit Ihrem Spezialisten für systemische Sklerose entscheiden.

    Übersicht der empfohlenen ärztlichen Betreuung

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